PENTHOUSE BUNKER BERLIN



Entwurf und Bauantrag

Der Bunker in Tempelhof ist einer von drei
oberirdischen Luftschutzbunkern Typs M 500,
benannt nach dem Fassungsvermögen von 500
Personen, der nach den ersten Luftangriffen der
Royal Air Force auf Berlin im September 1940 als
Bestandteil des „Führer-Sofortprogramms“ gebaut
worden ist. Der Bunker war als sogenannter
Schlafbunker konzipiert, die kleinen Kammern der
Größe 2 × 3m sollten jeweils einer Familie dienen.
Die antikisierenden Bauformen sollten das Gebäude
aufwerten und eine Anmutung des „uneinnehmbaren
Bollwerkes“ erzeugen. Diese relativ aufwendige
Gestaltung ist typisch für die im sogenannten Führer-
Sofortprogramm ab Oktober 1940 erbauten Bunker.
Bei späteren Luftschutzbunkern wurde auf Putz und
Steinelemente verzichtet.
© wikipedia

Ziel des Entwurfes war es eine sinnvolle Nutzung zu
finden, um die Erhaltung des denkmalgeschützten
Bunkers zu garantieren. Das Walmdach, für einen
Hochbunker eher ungewöhnlich, wurde damals zur
Tarnung aufgesetzt, um aus der Luft ein normales
Wohngebäude vorzutäuschen. Aufgrund
denkmalschützerischer Auflagen muss das Dach
in seiner Form erhalten bleiben, es wird um eine
Etage angehoben, um drei Penthouse – Wohnungen
aufzunehmen. Die Erschließung erfolgt über
einen Treppenturm von außen. Dadurch bleibt die
Bunkerdecke aus über 2m dickem hochfestem
Stahlbeton unangetastet und dient als perfekte
Schallisolierung zu den in den Bunkerräumen
befindlichen Tonstudios. Die drei lichtdurchfluteten
Penthouse – Wohnungen bieten auf zwei Ebenen
schlichte Eleganz und Flexibilität für eine
harmonische Lebensführung. Die hinzugefügten
Aufbauten sollen klar als solche erkennbar bleiben und
einen modernen Akzent zum historisch vorbelasteten
Hochbunker setzen.
http://www.berlin-nobody.de/files/gimgs/8_bunker.png